
Inhaltsverzeichnis
- Duke’s Marketplace: bequem mitten in Waikiki
- Aloha Stadium Swap Meet: viel Auswahl und viele verschiedene Anbieter
- Mit dem Bus von Waikiki zum Aloha Stadium
- Hawaii Made: eine bessere Orientierung beim Einkauf
- Für Lebensmittel ist die Sache einfacher
- KCC Farmers’ Market: Souvenirs, die man essen kann
- Das schönste Souvenir muss nicht nach Hawaii aussehen
- Welche Adresse passt am besten?
Ein Hawaii-Shirt mit Palmen, ein Magnet mit „Aloha“, eine kleine Tiki-Figur oder eine Packung Macadamianüsse – Souvenirs gehören für viele Reisende einfach zu einem Hawaii-Urlaub. Schwieriger wird die Sache, wenn das Mitbringsel nicht nur nach Hawaii aussehen, sondern tatsächlich aus Hawaii stammen soll.
Gerade in Waikiki ist die Auswahl groß. Neben Duke’s Marketplace gibt es auf Oahu Märkte, Farmers’ Markets und große Geschäfte, die für Souvenirs interessant sind. Allerdings lohnt sich ein genauer Blick: Ein Aufdruck mit „Hawaii“, eine Hibiskusblüte oder der Name Honolulu sagen noch nichts über den Herstellungsort aus.
Für deutschsprachige Urlauber ist das ein wichtiger Unterschied. Wer zu Hause bewusst regionale Produkte kauft, möchte schließlich auch aus Hawaii nicht unbedingt ein Massenprodukt mit Palmenmotiv mitbringen, das irgendwo in Asien produziert wurde.
Duke’s Marketplace: bequem mitten in Waikiki
Duke’s Marketplace ist die klassische Lösung für alle, die ihren Souvenireinkauf ohne große Umwege erledigen möchten. Der Markt befindet sich mitten in Waikiki an der 5 Duke’s Lane und umfasst laut Betreiber 89 Kioske. Duke’s Marketplace ist dabei keineswegs grundsätzlich eine Adresse für billige Importware. Die offizielle Website wirbt ausdrücklich mit Hawaii-made vendors und lokalen Unternehmen. Trotzdem sollte man auch hier das einzelne Produkt betrachten und nicht automatisch davon ausgehen, dass jedes Souvenir am Stand in Hawaii hergestellt wurde. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem reinen Einkaufsort und einem wirklich interessanten Hawaii-Souvenir: Nicht der Ladenname entscheidet über die Herkunft, sondern das konkrete Produkt.
Aloha Stadium Swap Meet: viel Auswahl und viele verschiedene Anbieter
Die wohl interessanteste Alternative zu Duke’s Marketplace ist der Aloha Stadium Swap Meet & Marketplace in Halawa.
Aloha Stadium Swap Meet findet im Upper Halawa Lot des Aloha Stadium statt. Die offizielle Adresse lautet 99-500 Salt Lake Boulevard in Aiea. Der Markt findet mittwochs und samstags von 8 bis 15 Uhr statt, sonntags beginnt der Swap Meet bereits um 6:30 Uhr und endet um 15 Uhr. Der Grund, warum sich der Abstecher lohnt, ist weniger der Preis als die große Auswahl verschiedener Anbieter. Das Aloha Stadium spricht von mehr als 400 Händlern, Künstlern und Kunsthandwerkern. Kleidung, Schmuck, Dekoration, Souvenirs und andere Waren finden sich dort nebeneinander. Für Urlauber hat das einen angenehmen Nebeneffekt: Man muss nicht beim ersten Stand kaufen, der einem gefällt. Gerade bei Holzschildern, Schmuck oder kleinen Mitbringseln kann man verschiedene Varianten vergleichen und anschließend bewusster entscheiden.
Aber genau hier sollte man sich nicht von der Atmosphäre täuschen lassen. Der Aloha Stadium Swap Meet ist kein reiner Markt für Produkte aus Hawaii. Die offizielle Beschreibung umfasst ausdrücklich Anbieter aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Wer ein echtes Hawaii-Produkt sucht, sollte deshalb nach dem Herstellungsort fragen.
Ein einfacher Satz genügt: “Where was this made?” Das ist wahrscheinlich der nützlichste Satz beim Souvenirkauf auf Oahu.
Mit dem Bus von Waikiki zum Aloha Stadium
Wer kein Auto mieten möchte, kommt auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Nähe des Swap Meets. Im aktuellen Liniennetz ist die Route 42 die relevante Busverbindung zwischen Waikiki und dem Bereich Aloha Stadium. Der aktuelle Fahrplan führt westwärts von Waikiki über Ala Moana und weiter Richtung Aloha Stadium. Auf dem Weg liegt die Haltestelle Aloha Stadium/Lagoon. Die Route fährt anschließend weiter Richtung Arizona Memorial, Waipahu und Ewa. Für die eigentliche Orientierung am Markt ist noch etwas wichtig: Der aktuelle öffentliche Zugang liegt am Salt Lake Boulevard. Der Veranstalter kennzeichnet dort den Fußgängerzugang für Skyline und öffentliche Verkehrsmittel. Schau dir zeitnahe die Streckenführung bei TheBus an.
Nicht alles, wo „Hawaii“ draufsteht, ist auch aus Hawaii
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis beim Souvenirkauf auf Oahu. „Hawaii“, „Honolulu“, „Aloha“ oder ein tropisches Motiv sind zunächst einmal Design- und Marketingbegriffe. Sie sagen nichts darüber aus, wo ein Produkt hergestellt wurde. Das kann bei einer Tiki-Figur vollkommen in Ordnung sein. Ein importiertes Dekorationsstück ist nicht automatisch ein Fake. Problematisch wird es erst dann, wenn beim Käufer der Eindruck entsteht, es handle sich um ein lokal gefertigtes Hawaii-Produkt, obwohl es tatsächlich importiert wurde. Gerade auf einem großen Swap Meet sollte man deshalb zwei Dinge auseinanderhalten: „Verkauft in Hawaii“ und „hergestellt in Hawaii“.
Das gilt übrigens auch für Großhändler. Dass ein Unternehmen in Honolulu sitzt oder „Hawaii“ im Firmennamen trägt, bedeutet nicht automatisch, dass seine Ware aus dem Bundesstaat stammt.
Hawaii Made: eine bessere Orientierung beim Einkauf

Wer bei einem Souvenir sicherer sein möchte, kann auf das staatliche Programm Hawaii Made achten. Das Programm wird vom Hawaii Department of Business, Economic Development and Tourism betreut. Waren, die als Hawaii Made vermarktet werden, müssen im Bundesstaat hergestellt, zusammengesetzt, gefertigt oder produziert werden. Dabei müssen mindestens 51 Prozent des Wertes durch die entsprechende Produktion in Hawaii entstehen. Das bedeutet nicht, dass jedes gute Hawaii-Souvenir ein Hawaii-Made-Logo tragen muss. Ein lokaler Künstler kann selbstverständlich auch ohne dieses Programm verkaufen. Das staatliche Programm ist aber ein wesentlich besserer Anhaltspunkt als ein beliebiger Aufdruck mit „Hawaii“. Noch besser ist es, wenn zusätzlich der Hersteller oder Künstler nachvollziehbar genannt wird. Ein Souvenir bekommt dadurch plötzlich eine Geschichte: Wer hat es gemacht? Wo? Aus welchem Material? Und stammt es tatsächlich aus Hawaii? Genau solche Geschenke sind am Ende oft die schöneren Erinnerungsstücke.
Für Lebensmittel ist die Sache einfacher
Bei kulinarischen Mitbringseln lässt sich die Herkunft häufig besser überprüfen.
Das Hawaii Seal of Quality des Department of Agriculture kennzeichnet landwirtschaftliche und verarbeitete Produkte, die auf den Inseln produziert wurden. Bei frischen landwirtschaftlichen Produkten schreibt das Programm einen vollständigen Ursprung in Hawaii vor. Bei verarbeiteten Lebensmitteln muss das wesentliche landwirtschaftliche Ausgangsprodukt vollständig aus Hawaii stammen. Für Reisende ist das besonders interessant bei Kaffee, Honig, Schokolade, Macadamianüssen oder anderen Spezialitäten. Damit wird ein kulinarisches Mitbringsel schnell zur besseren Erinnerung als irgendein Standard-Souvenir aus dem Regal. Bitte aber immer auf die Zollregeln in Europa achten.
KCC Farmers’ Market: Souvenirs, die man essen kann
Eine Adresse, die man bei diesem Thema nicht übersehen sollte, ist der **KCC Farmers’ Market. Dieser findet samstags von 7:30 bis 11 Uhr auf dem Parkplatz B des Kapiolani Community College statt. Die aktuelle Adresse lautet 4303 Diamond Head Road in Honolulu.
Hier geht es weniger um klassische Souvenirbuden und mehr um lokale Produkte. Das aktuelle Händlerverzeichnis führt beispielsweise Ahualoa Farms mit Macadamianüssen von Big Island, Aikane Plantation mit Kau-Kaffee sowie All Hawaiian Honey mit Honig aus Bienenstöcken auf Oahu, Molokai und Big Island. Das ist für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum durchaus interessant. Eine Packung guter hawaiianischer Kaffee oder Macadamianüsse ist leicht im Koffer unterzubringen und hat einen nachvollziehbaren Bezug zu den Inseln. Außerdem zeigt der KCC-Farmers’ Market sehr schön, dass „lokal“ nicht zwangsläufig „von Oahu“ bedeutet. Hawaii besteht aus mehreren Inseln, und ein Produkt von Big Island ist trotzdem ein echtes Hawaii-Erzeugnis.
Don Quijote, Honolulu an der 801 Kaheka Street ist ebenfalls eine interessante Adresse – allerdings für eine andere Art von Mitbringsel
Das große Kaufhaus, eigentlich japanischen Ursprungs, hat aktuell rund um die Uhr geöffnet und führt neben Lebensmitteln zahlreiche andere Waren. Für Kaffee, Süßigkeiten, Snacks oder andere verpackte Geschenke kann der Einkauf hier sehr praktisch sein. Wer dagegen eine handgefertigte Holzarbeit eines lokalen Künstlers sucht, ist auf einem Farmers’ Market oder bei einem entsprechenden Künstler besser aufgehoben. Und auch bei Lebensmitteln sollte man auf die Verpackung schauen. „Hawaiian Style“ ist nicht automatisch gleichbedeutend mit „Made in Hawaii“.
Das schönste Souvenir muss nicht nach Hawaii aussehen
Vielleicht ist das überhaupt der wichtigste Gedanke beim Souvenirkauf. Ein Geschenk muss nicht unbedingt mit „Hawaii“ bedruckt sein, damit es etwas mit der Reise zu tun hat. Ein gutes Buch eines hawaiianischen Autors, Kaffee von einer Farm auf den Inseln, ein handgefertigtes Stück eines lokalen Künstlers oder hochwertige Lebensmittel können wesentlich stärker mit dem Reiseziel verbunden sein als der klassische Plastik-Magnet. Gerade bei Kunst und Kunsthandwerk lohnt es sich, mit dem Verkäufer ins Gespräch zu kommen. Wo wurde das Stück hergestellt? Ist es handgemacht? Welches Material wurde verwendet? Wer steckt hinter der Marke? Wer auf solche Fragen klare Antworten bekommt, hat wesentlich bessere Chancen, ein Souvenir mit nach Hause zu nehmen, das auch wirklich eine Geschichte über Hawaii erzählen kann.
Welche Adresse passt am besten?
Für den großen Bummel mit vielen verschiedenen Anbietern ist der Aloha Stadium Swap Meet die interessanteste Alternative zu Duke’s Marketplace. Man sollte dort allerdings gezielt nach der Herkunft einzelner Produkte fragen.
Für echte lokale Lebensmittel ist KCC-Farmers’ Market besonders spannend. Wer es bequem haben möchte und in Waikiki bleiben will, ist bei Duke’s Marketplace gut aufgehoben – auch dort lohnt sich ein Blick auf Herstellerangaben und Herkunft. Don Quijote ist dagegen eine praktische Ergänzung für essbare Mitbringsel und andere verpackte Produkte.
Der eigentliche Geheimtipp lautet also nicht „Kaufe hier statt dort“. Er lautet: Schau beim Souvenirkauf genauer hin. Wer Oahu darüber hinaus nicht nur als Einkaufsziel kennenlernen, sondern die Insel mit lokalen Perspektiven erleben möchte, findet bei Daniels Hawaii passende Angebote. Buchung von Touren bei Daniels. ALOHA und bis bald beim Einkaufen der besten Souvenirs!






